Category: Spielberichte

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Es gibt Schlimmeres als ein 5:2-Sieg!

Es gibt Tage, an denen man nicht zufrieden ist. Beim FC Störtebeker sind es meist solche Tage, an denen man gegen einen vom Papier her schwachen Gegner spielt, der dann gar nicht mal schwach ist und man sich gewohnt schwer tut, den eigenen Matchplan umzusetzen.

An solchen Tagen wird dann lieber diskutiert, wer den Elfmeter reinschießen darf oder welche Berührung für einen Assist reicht, doch auch der Videoassistent konnte das nicht abschließend klären. Vielleicht lag es aber auch an der Abwesenheit von Atze, das Yin & Yang schien irgendwie im Ungleichgewicht.

Ungewohnt war es, dass sich bereits am Montag Abend 20 Spieler bereit erklärt hatten, an einem Samstag um 09:00 Uhr zum Fußball zu kommen. Fünf Spieler zogen sich aus dem vorläufigen Kader zurück, sodass alle vier Einwechselspieler vom Spielberichtsbogen auch mit Sicherheit zum Einsatz kommen sollten. Auf der Bank saßen mit Martin, Flo, Julius und Eike gleich vier Neuverpflichtungen und brannten auf ihren Einsatz. Es war ein fahriger Beginn in den frühen Morgenstunden an der Badhovenstreet.

Der Ball lief hektisch über den Platz, es gab keine richtige Ordnung, keinen geplanten Spielaufbau und auch der FC Harakiri hatte ein, zwei Spieler in den Offensivreihen, die immer wieder gefährlich wurden. Der beste Ball der Piraten wurde auch noch frühzeitig vom Schiri des Platzes verwiesen. Die Luft soll raus gewesen sein. Ein Sinnbild für das Spiel, das hier geliefert wurde. Und nicht nur bei Einem war die Luft raus, sondern bei Allen. Also allen Bällen…so wurden die Bälle immer wieder auf Wunsch der Gäste gegeneinander getauscht – was im Wesentlichen nichts am Spielverlauf änderte, nur während die Gäste das Aluminium trafen, versenkte Marci seine erste Chance aus dem Rückraum, nach wunderbarer Vorarbeit vom Capitano, in den langen Winkel des Tores. Und was hier so unscheinbar und dennoch einschlug, war das 150.Tor von Mr. WaLLace für den FC Störtebeker und dafür bitte einen fetten Applaus!

Nun ging es Schlag auf Schlag – ein Schlag gegen Cans Bein brachte ihn zu Fall und schon lag die Chance zum 2:0 auf dem Punkt. Doch Marci oder Mo, wer sollte die Chance nutzen dürfen. Beide sichere Schützen, beide in Torlaune. Ehrenspielführer Mo konnte sich durchsetzen und legte die Kugel für sich bereit. Ein durchaus gut geschossener Elfmeter landete halbhoch im rechten Eck, doch vor der Linie kamen blitzschnell die Hände des gar nicht so blitzschnell aussehenden Torhüters hinter das Leder und lenkten den Ball um den Winkel zur nichts weiter einbringenden Ecke.

Der FC Harakiri ließ in der Folge den Anschluss am Pfosten abklatschen und praktisch im Gegenzug kam die schnellste Dribbelmaus der Piraten in den Strafraum, ließ zwei, drei Verteidiger stehen und spielte das Ding in die Mitte, wo Sascha versuchte den Ball noch zu stoppen und der im Rücken einlaufende Mo seinen zuvor noch verpassten 90. Jubiläumstreffer zu vollenden wusste. Die Piraten hatten nun ihre beste Phase, in der Gecko sich auf der rechten Seite bis zur Grundlinie durchspielte und auf den zweite Pfosten flankte, wo Sascha zum 3:0 einnicken konnte.

In maßloser Selbstüberschätzung begannen nun offenbar alle Piraten zu rechnen, ob man heute zweistellig gewinnen könnte. Und während man mit dem Rechnen, der Nachmittagsplanung oder einen querliegenden Lüftchen im Geiste beschäftigt war, kam der FC Harakiri zurück und vollendete über wenige Stationen ein Angriff zum 1:3. Nach der Halbzeit ging es weiter für die Gäste. Mit dem Messer zwischen den Zähnen und sie übten erheblichen Druck auf die Piraten aus. Sie erzwangen förmlich das 2:3 und alle vorangegangenen Überlegungen schienen ad acta gelegt.

Die Piraten richteten sich nun endlich wieder auf, spielten Fußball und den einen oder anderen passablen Konter. Einer führte auf den rechten Flügel zu Martin, der sich zur Grundlinie durchtankte und am Fünfmeterraum entlang quer spielte auf den einsprintenden Debütanten Eike, der sich gegen seinen Gegenspieler im Pingpong durchsetzte und zum 4:2 vollendete. Leider zog er sich mit seinem Tor eine Zerrung zu, so dass er im Anschluss den Platz für Flo freimachte.

Den krönenden Abschluss vom Spiel setzte “Can-go unchained”, der durch die gesamte gegnerische Abwehr und am Torwart vorbei dribbelte und lässig einschob. Ein Tor-Urschrei weckte auch den letzten Juppie in den angrenzenden Bauten. Es war die Entscheidung und der perfekte Schlusspunkt. Kurze Zeit später ertönte der Abpfiff von einem eigenartigen Spiel, das aber ein gutes Ende mit sich brachte und den Blick nach oben in der Tabelle richten lässt. Und mit Sicherheit gibt es Schlimmeres im Leben, als mit 5:2 die Clubheimterrasse zu entern und das Siegerpils in die Luft zu stemmen.

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass Simi sein 50. Spiel für die Piraten bestritt und auch Svenno sich zum 25. Mal in Folge die Knie und Ellenbogenaufschlug.

Am nächsten Samstag geht es zum ehrwürdigen Rund in Billstedt, wo im letzten Grandstadion der Welt zum Spitzenspiel angepfiffen wird. Dann auch wieder mit den dieses Mal nicht im Kader befindlichen Spielern, die sich ihren Einsatz durch Uneigennützigkeit redlich verdient haben.



#Aarrrrgh – Kämpfen, bolzen, siegen !!!

AtzeTöpperwienStille in der Umkleidekabine des FC Störtebeker. Niemanden kann man hören, keiner will sich bewegen, keiner regt sich. Alle wirken in sich gekehrt. Kein Flachsen, kein Lachen – es kitzelt in der Luft und niemand wagt es, zu atmen. Lindloff hebt den Arm und meldet sich freiwillig für die Position im Tor. Erleichterung in den Augen der Piraten. Alle sind sich umgehend einig, dass man das Angebot umgehend annehmen sollte und Lindloff wird aufgemuntert, dass es das schon machen wird.

Immerhin sollte es heute auch gegen den Besieger vom FC Silbersack und Meisterkandidat La Media gehen. Die Ergebnisse hatten Eindruck hinterlassen, aber der rote Ausweichgrand hatte offenbar ebenfalls Wirkung bei der Spielbereitschaft der anwaltlichen Leistungsträger hinterlassen und so einige bekannte Gesichter waren heute nicht angetreten.

Die Piraten wurden sich darüber klar, dass hier etwas zu holen war und wollten genau mit dieser Einstellung das Halbgrün betreten. Der Grand wird bereits langsam von der Mutter Natur eingenommen und Moos- und Unkrautgeflechte überlagern den Schotter in großen Teilen der Gesamtfläche.

Lindi wurde warm geschossen, die Piraten wärmten sich ebenfalls gründlich und konzentriert auf und dann konnte der Spaß endlich losgehen.

Ein Nachteil der kunstrasenverwöhnten Mannschaften ist es ja, dass sie nur noch über Kunstrasenbälle verfügen. Diese leichten, flummiartigen Dinger, die nicht für einen ehrlichen Grant konzeptioniert wurden und einem nur so um die Ohren springen.

Die Piraten verloren die Platzwahl und spielten zunächst gegen die Sonne. Doch von Beginn an, waren sie hellwach und setzten die Winkeladvokaten von Morgen unter Druck. Diese reagierten verunsichert und ließen viele Querschläger für sich sprechen. Doch auch die Piraten mussten nach den diversen Balleroberungen schnell feststellen, dass mit gepflegtem Kurzpassspiel hier nichts zu holen war.

Sie passten sich der Untergrund schnell an, schlugen den Ball in Rugbymanier nach vorne und versuchten durch den Gewinn der zweiten Bälle Raum zu gewinnen und Torgefahr zu kreieren. Bereits nach 10 Minuten eroberte Alex den Ball auf der linken Seite, spielte ihn in den Rückraum am Sechszenhner entlang und während Sascha den Verteidigern im Weg stand nahm Gecko den Ball völlig freistehend direkt und ballerte den Hoppelball direkt in den Winkel. Ein Traumtor der Marke Tor des Monats, welches wohl nur vom Blindenfußball des FC St. Pauli übertroffen wird.

Die Piraten zeigten sich weiterhin konzentriert und ließen praktisch keine Torchance zu. Und wenn dann doch mal ein Ball in den Strafraum flog, dann packte Keeper Lindloff fest zu und sicherte das Rund in seinen Fangtentakeln.

Fest zugepackt wurde auch an Alex seiner Nase. Wie es genau dazu kam, konnte auch die Zeitlupe nicht auflösen, aber nach einem unglücklichen Zweikampf blieb Alex am Boden liegen und tupfte mit den Fingern am Riechkolben herum. Der Gesichtausdruck sprach Bände und Aushilfsteamchef- und Livekommentator Atze Töpperwien war zum Handeln gezwungen. Er brachte selbstlos Martin für die Halbposition ins Spiel, der mit seiner körperbetonten Spielart auch umgehend ins Spiel fand. Auch, wenn er ohne Aufwärmung nach den ersten drei Sprints erst einmal durchpumpen musste, so kam die zweite Luft schnell und ließ ihn die restlichen 60 Minuten kämpfen und ackern, wie es sich für einen adoptierten Piraten gehört.

An Alex senden wir gute Genesungswünsche für die lädierte Nase, aber er darf sich bei erfolgreichem Bruch bei Mo2 und Sascha in dem Klub der im Spiel gebrochenen Piratennasen willkommen fühlen.

Kurze Zeit später wollte auch Gecko sich in dem Klub der Knacknasen einreihen, aber Lindloff ist halt doch kein Michel und so verpasste er die Nase nur knapp bei dem Zusammenprall mit Gecko. Dieser kam somit gerade noch einmal mit einem blauen Auge davon.

Doch wer mit gebrochenem Arm über 95 Minuten gehen kann, den stört so ein Schlag aufs Auge nicht und der Capitano ging im Verlauf des Spiels keinem Zweikampf aus dem Weg. Auch er kann Fußball arbeiten und einfach mal stumpf bolzen.

Der Pausenpfiff ließ alle 22 Mannen kräftig durchatmen und Atze nutzte die Chance sich selbst einzuwechseln für Marci. Die Piraten konnten zufrieden sein, doch sie wollten auf keinen Fall aufstecken. Eingepeitscht von Vizekapitän Can und angeleitet vom Ehrenspielführer Mo ging es zurück auf den Platz, wo es noch einmal 45 Minuten weiterging. Alle hängten sich rein und Martin hätte zwei Mal ebenso wie Marci, der für Sascha ins Spiel zurückkam, frühzeitig für die Entscheidung sorgen können, doch es blieb eng beim Zwischenstand von 1:0.

Eng bis zu den Schlussminuten dieses Spiels, für dessen glorreichen Kommentierung Atze ausgewechselt werden musste, denn niemand hätte den Treffer zum 2:0 besser kommentieren können, als Marci sich den Ball an der Mittellinie vorlegte, bis in den Strafraum rannte und dort quer legte auf den mitgelaufenen Sascha, der zum Endstand einschob.

Schluss, aus, vorbei. Hier passierte nichts mehr. Auch weil der überragende Benny Beckenbauer alles klärte, was auch nur annähernd gefährlich werden konnte. Insgesamt eine Weltklasseleistung der gesamten Piratenabwehr, die zum zweiten Mal in Folge zu null spielte und kaum eine Torchance zuließ.

Am nächsten Wochenende treffen die Piraten auf die Aufsteiger vom FC Harakiri. Diese sind mit Startschwierigkeiten gestartet, jedoch niemand weiß, wer eventuell noch fehlte und so sind die Piraten gut beraten nicht in die maßlose Selbstüberschätzung zu verfallen und mit der Einstellung vom heutigen Tage und dem Messer zwischen den Zähnen zu starten!

 



Auftaktsieg

3:0 gegen Alt Nettelnburg an der Badhovenstreet

An diesem Wochenende stand der Auftakt in die neue Saison auf dem Programm. Das erste  Saisonspiel ist immer etwas ganz besonderes, echte Piraten bekommen Gänsehaut wenn sie die Badhovenstreet zum ersten mal nach längerer Zeit wieder betreten. Anspannung war daher bei allen zu spüren, ganz besonders, da die Generalprobe letzte Woche etwas verbockt wurde. Einige neue Gesichter durfte man auf und am heiligen Synthetik-Rasen begrüßen.

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Kommentar zur langen Pause

Viele von euch werden sich gefragt haben warum unser geliebtes Piratenportal, Deutschlands informativster Fußball-Blog, in den letzten Monaten offline gestellt war. Die Antwort ist verwirrend und erschreckend zugleich: “Europäische Verordnung zur Sicherung persönlicher Daten im Internet.”

Hä? … Datenschutz? … was soll das, und warum auf dieser Seite? Das is doch Quatsch! (mehr…)



4:2 nach 70 Minuten – darauf lässt sich aufbauen!

Da sind wir wieder… Die Homepage ist wieder online und die Berichte können nun nach unseren Spielen wieder regelmäßig verfolgt werden.

Die neue Saison hat endlich wieder begonnen und auch wenn so manch einer unkte, dass den Piraten von der Fetten Beute langsam die Puste ausgehen würde, so sei diesen Leuten gesagt, dass Totgesagte bekanntlich länger leben.

In diesem Sommer wurde mehr trainiert, als in den letzten drei Jahren zusammen, es wurde eine neue Taktik ausgetüfftelt. Auch in der Freizeitliga ist die Videoanalyse nun angekommen und Piraten dürfen im Homeoffice Laufwege auf Youtube studieren und sich so taktisch auf das bevorstehende Spiel vorbereiten.

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