4:2 nach 70 Minuten – darauf lässt sich aufbauen!

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Die neue Saison hat endlich wieder begonnen und auch wenn so manch einer unkte, dass den Piraten von der Fetten Beute langsam die Puste ausgehen würde, so sei diesen Leuten gesagt, dass Totgesagte bekanntlich länger leben.

In diesem Sommer wurde mehr trainiert, als in den letzten drei Jahren zusammen, es wurde eine neue Taktik ausgetüfftelt. Auch in der Freizeitliga ist die Videoanalyse nun angekommen und Piraten dürfen im Homeoffice Laufwege auf Youtube studieren und sich so taktisch auf das bevorstehende Spiel vorbereiten.

An diesem Samstag ging es dann am 1. Spieltag gleich zum schlafenden Riesen der Freizeitliga, dem FC La Ola. Sie sind nicht mehr der Dauermeister der vergangenen Jahre, zu stark ist die Konkurrenz in der Liga geworden, aber dennoch haben sie immer noch viele Spieler auf dem Platz, die den Ball nicht zum ersten Mal in ihrem Leben sehen. Und dann kommt einfach mal mit Juckel der Käptn der aufgelösten Pub Boys dazu und verstärkt den FC La Ola zur neuen Saison.

Die Piraten mussten sich zunächst einmal entscheiden, wie sie die Lücke im Tor schließen, denn die vielen Torhüter der Piraten waren allesamt nicht verfügbar. His Airness Atze opferte sich für den Kasten. Jeder wusste, dass es ein paar Kirschen geben wird in diesem Spiel und dennoch freuten sich alle endlich wieder ein künstliches Grün zu betreten.

Die Piraten hielten sich an die taktischen Vorgaben des neuen Mannschaftsrats und präsentierten sich bei aufkommender Hitze in hervorragender Verfassung. Sie waren bissig in den Zweikämpfen, taktisch äußerst diszipliniert und nutzten die Ratlosigkeit der Gastgeber in einem Gegenzug über die linke Seite, der über Alex und Gecko bei Can landete, dem der Weg im Strafraum noch freigesperrt wurde, so dass er unbedrängt das Leder in die Maschen kloppen konnte.

Auch weiterhin hatten die Piraten alles im Griff, nur gelegentlich hatten die Spieler von La Ola eine Gelegenheit. Atze im Tor gewann mit der Zeit immer mehr an Sicherheit und strahlte die Ruhe seines genetischen Torhüter-Zwillings aus. Passenderweise heißt dieser Klaus…

Nach einer guten halben Stunde dribbelte sich der Mitchell Weiser vom FC La Ola dann doch über unsere rechte Seite durch, legte mit gutem Auge quer, so dass in der Mitte nur noch vollstreckt werden musste.

Der FC Störtebeker ließ sich hierdurch nicht beirren und durch Gecko konnte ein von Alex aus dem Halbfeld geschlagener Freistoß per Kopf unhaltbar vollendet werden. Mit ein wenig Glück hätte Sascha zur Halbzeit noch auf 3:1 per Kopf stellen können, doch der herauseilende Torhüter kriegte noch die Fingerspitzen an den Ball und verhinderte das Tor.

In der Halbzeit waren alle zufrieden. Mit 2:1 ohne Torwart beim FC La Ola, das war nicht zu erwarten gewesen. 15 Minuten verschnaufen reichten, um die Akkus der rennenden Akteure aufzuladen. So konnte es bei weiter steigenden Temperaturen in die zweite Hälfte des Spiels gehen.

Und annähernd wie in der Halbzeit geplant, erzwang Alex zunächst mit einem Freistoß eine Ecke, um im Anschluss diese selber in den Strafraum zu verwandeln, wo Sascha nur noch per Kopf vollenden musste. 3:1 – das war ja fast die Entscheidung, könnte man denken.

Doch La Ola kam, traf den Pfosten, musste sich einer überragenden Parade von Thomas Thomforde geschlagen geben, um am Ende doch auf 3:2 nach einem eigenen Standard zu stellen.

Die Antwort der Piraten erfolgte jedoch prompt. Flo und Mo spielen sich den Ball über die linke Seite zu, so dass Mo in aussichtsreiche Flankenposition gelangt und hinter die Abwehrkette flankt, wo Sascha den Ball mit rechts am Torwart in die linke Ecke vorbeilegt.

4:2 nach 70 Minuten – das muss es jetzt doch sein!

Aber La Ola hatte eine volle Bank und gefühlt wurden die eingewechselten Spieler immer besser oder aber unsere Beine immer schwerer. Die neue Taktik war erfolgreich, aber auch anstrengend und so ließen die Kräfte und die Konzentration nach, so dass La Ola zu schnell den Ball zurückbekam. Und nach 75 Minuten war auch Atze durchschaut, spätestens als er einen halbgaren, halbhohen Schuss versuchte mit dem Fuß annehmend zu parieren und der Ball einfach im Netz einschlug. Doch keinerlei Vorwurf an den sich aufopfernden Feldspieler Atze, er stellte sich in den Dienst der Mannschaft und gab wie alle anderen sein Bestes – vielen Dank hierfür – es war trotzdem legendär!

Die ersten 75 Minuten konnten Abschlüsse noch verhindert werden, doch zum Ende brachen die Dämme und so drehte La Ola die Partie im Endspurt mit 5 Toren in 15 Minuten.

Dennoch ist dieses Spiel ein sehr guter Anfangzur neuen Saison, in den nächsten Wochen wird sich die Bank wieder füllen, ein Torhüter im Kasten stehen und dann sind die Piraten in jedem Fall wieder mit allen Gegnern auf Augenhöhe – auch über 90 Minuten!