Quo vadis, FC Störtebeker?!

Der letzte Pfiff ist erklungen an der BadHoven-Street und so gilt es nach einer eher durchschnittlichen Saison einen kurzen Rückblick und einen kleinen Ausblick auf die Zukunft zu wagen…

Das Spiel gegen die Pub Boys war im Grunde ein Spiegelbild der Saison der gelb-schwarzen Piraten…man hat mit 38 Gegentreffern die zweitbeste Defensive der Liga, aber auch zugleich mit ebenfalls 38 Treffern die zweitschwächste Offensivabteilung. Die Gründe hierfür gilt es in der Sommerpause zu ergründen und aufzuarbeiten würde ein Manager der Bundesliga nun sagen, doch wenn man es genau betrachtet ist die Philosophie der Piraten seit Jahren die Gegner soweit es klappt zu schlagen, aber nicht zu massakrieren…frei nach dem Motto: eine Kuh die man tötet kann man nicht mehr melken…dass dies auch gelegentlich zu unnötigen Unentschieden oder Niederlagen führt liegt auf der “Hand”…

Gegen extrem stark aufgestellte Pub Boys (sie hatten 32 Zusagen und 6 Stammspieler brauchten sich nicht einmal umziehen) hatten die Piraten wie gewohnt defensiv alles im Griff. Nach vorne passierte kaum etwas, aber die Null stand eine ganze Weile…ein verlängerter Ball sorgte für das 1:0 der frenetisch jubelnden Pub Boys 2000, die dem großen Ziel der Meisterschaft damit einen ganzen Schritt entgegen traten…

Die Piraten mussten sich noch selber schwächen, indem sie den wütenden Rekordtorschützen Marci wegen gelb-roter Gefahr erst einmal auf der Bank abkühlen lassen mussten…

Das Spiel wurde nun immer munterer und abwechslungsreicher…beide Seiten hatten ihre Chancen, welche jedoch zunächst ungenutzt blieben bis PubBoy Ersin sich eine “Hand” fasste und den Ball damit in abseitsreicher Position in den eigenen Lauf beförderte und zur 2:0-Führung abschloss. Jubelstürme auf den Rängen der Gästetribüne, erste Fanfaren erklangen und der Gegner jubelte in der Festung der Piraten…

Aus Wut über die Unachtsamkeit des Schiedsrichtergespanns (!), die als einzige Personen auf der Anlage beides nicht erkannten, sammelten die Piraten fleißig gelbe Karten für die Statistik…wenn man als Schiedsrichter schon merkt, dass man etwas falsch gemacht hat, dann sollte man hier genug Profil wahren und auf solche gelbe Karten bei durchschnittlichen Emotionen verzichten…aber das ist meine persönliche Inselmeinung…

Der Anschlusstreffer erfolgte nach einer Standardsituation von Störtebeker, wo Sascha per Kopf auf Gecko auflegte und dieser erfolgreich abschloss und sich die alleinige, interne Torjägerkrone damit sicherte…

Ohne das irreguläre Tor der Pub Boys wäre es nun noch einmal spannend geworden, jedoch beim Stande von 2:1 und erforderlichen 2 Toren zur Verhinderung einer Meisterschaft der Pub Boys war die Meisterschaft gelaufen…auch wenn die Piraten weiterhin alles versuchten und mit einer Dreierkette auf volles Risiko gingen. Das 3:1 kurz vor dem Schlusspfiff ließ den Gegner noch einmal jubeln und so ertönte auch schon bald der Schlusspfiff, der die Feierlichkeiten der Pub Boys beginnen ließ.

Die gezündeten roten Rauchbomben und Kanonenschläge würden dem HFV sicherlich nicht gefallen, aber wir sind ja in der HFFG und da ist Pyrotechnik kein Verbrechen…

Ein bisschen Wehmut und Erinnerungen an das letzte Jahr kamen in mir auf, jedoch war ich froh, dass das Wetter, die Stimmung und unser Bus wesentlich geiler waren…hierfür noch einmal herzlichen Dank an das Kommitee…ich hoffe, dass wir dies bald wieder erleben dürfen…

Wo wir bereits in der näheren Zukunft angelangt wären…denn vieles steht beim FC Störtebeker momentan in den Sternen…

Wer sorgt für den nächsten Nachwuchs für den immer weiter wachsenden Nachwuchsbereich des FC Störtebeker?

Wo wird trainiert?

Wird der Mannschaftsrat zur nächsten Jahr durch die At-zeperatisten gestürzt werden?

Wann ist endlich wieder Weihnachtsfeier?

Wo bleibt das legendäre Angrillen?

 

In der nächsten Saison dürfen wir an der Badhovenstreet die Granden vom FC LaMedia (19 Siege und 1 Niederlage in 20 Spielen) sowie aller Voraussicht nach den FC Wunderbar (außer sie siegen nicht gegen Rot-Weiß Bülau im Nachholspiel; ansonsten AC Malindi)) begrüßen.

Der ASC Neuland sowie der FC Joy und somit zwei Grandplatzspiele sind nun Vergangenheit. Auch die Pub Boys wollen sich als Meister nun um einen Kunstrasenplatz bemühen und La Media spielt in Lokstedt auf Kunstrasen. Lediglich der rote Grant in Jenfeld oder in Wedel bleibt uns wohl nicht erspart…(und der Grant von Kombüse)…

So viel zu der näheren Zukunft…und damit will ich mich auch vorerst in die Sommerpause verabschieden…

Vielen Dank an alle die sich in diesem Jahr wieder so eifrig um unsere Mannschaft gekümmert haben (Trikots waschen, Bälle aufpumpen, Mannschaftskader und -aufstellung festlegen, Feste planen und organisieren, Gelder eintreiben, und und und…), ihr seid es, die den FCS zu etwas so Besonderem machen…in diesem Sinne

euer Web-Team