Sturmhoch und Traumcomeback an der Badhovenstreet

Samstag Morgen, 8:00 Uhr in Hamburg – der Regen steht waagerecht über dem Platz und erste müde Piraten sammeln sich an der Kaffeeschenke des eifrigen Platzwartes Klaus, um den Tag zu starten. Wieder haben sich so viele Freibeuter freiwillig zum Kampf gemeldet, dass der Mannschaftsrat einen Kader bestimmen musste, der zum Kampf antritt.

Der Wettergott erblickte die erste Ansammlung an Störtebeker Jüngern und ließ den Wind und Regen an der BadHoven-Street abklingen. Punkt 08:30 Uhr ging es in die Kabine um das Kampfgewand überzustreifen, um den Smutjes den Weg unters Deck zu weisen.

Wie zuletzt auch konnten die Piraten in Bestbesetzung antreten, da inzwischen mehrere Anzüge passen und jede Position gefühlt doppelt und dreifach besetzt ist.

Um 09:00 Uhr ertönt dann der Anpfiff zur Partie und diese startete zugleich rasant. Ali hatte das Messer zwischen den Zähnen und wollte offenbar endlich die Serie von vier gelblosen Spielen in Folge brechen. Auf der anderen Seite brannte Tommy darauf endlich mal wieder nicht ausgewechselt zu werden…

In der Abwehr versammelten sich die kopfball- und zweikampfstarken Abwehrmonster Meatlove, Per Kribbersacker, Roberto Pique und Marius Hummels, die davor noch durch Ilkay Bruhser und Rafael van der Schwarzer unterstützt wurden.

Eine kompakte und spielerisch starke Abwehr, die in naher Zukunft durchweg zu überzeugen wusste und den noch jungen Nachwuchskeeper Cristiano Schamvogel dabei annähernd vor die Beschäftigungslosigkeit stellten.

Umso beeindruckender der von ihm gehaltene Freistoß, bei dem er die Matrix zu kontrollieren schien, während er als Grazie der Freizeitliga durch die Luft schwebte und den Ball mit der rechten Hand abwehrte und mit der linken begann seine Augenbrauen zu richten, stets mit den Augen suchend nach der eingesetzten Kamera und einem smarten Lächeln auf den Lippen…

Das zunächst ausgeglichene Spiel wurde mehr und mehr in die Hand der Piraten genommen und man begann dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Nur die Chancen wurden von der zuletzt so präsenten Piratenoffensive ausgelassen.

Ein erster gefährlicher Schuss der Piraten durch den wieder aufblühenden Rekordtorschützen Marci sollte noch die Latte küssen…ein Knaller der die Gäste aufweckte und dazu bewog auch etwas für die eigene Offensive zu tun. Vor allem durch Standards wussten die Küchenprofis zu gefallen, doch der Fußballgott tat es dem Wettergott gleich und ließ das Tor für einen Moment schrumpfen und die Bälle an den Pfosten vorbeifliegen.

Im nächsten Piratenangriff folgte die Antwort der Piraten. Erste Versuche scheiterten noch, jedoch konnte van der Schwarzer sich den zweiten Ball engagiert zurückerkämpfen und den Ball aus 19,789 Metern flach in die Ecke einschweißen. Der Ball drehte sich dabei mit einer Rotationsgeschwindigkeit von 36,8 km/h und drehte sich somit ideal in seiner Flugbahn um die Handschuhe des Keepers herum, um am Ende doch noch in der Ecke des Tores zu landen.Die spezielle Technik des Kapitäns lediglich mit drei seiner fünf gegebenen Zehen zu schießen wird hierfür ausschlaggebend gewesen sein.

In der Folge versäumten die Piraten den Sack frühzeitig zuzumachen. Marci vergab eine Kopfballchance, dies sei ihm jedoch verziehen, denn den letzten Kopfballtreffer von Marcel haben maximal die Gründungsmitglieder des FCS erlebt. Dann verzog jedoch auch Schwarzer aus aussichtsreicher Position und ließ nicht seinen zweiten Treffer folgen, der ihn an die alleinige Spitze der internen Torjägerliste befördert hätte…

Wer die Chancen nicht nutzt, der muss dafür auch bestraft werden folgerte der Fußballgott und ließ die Smutjes zum unverdienten Ausgleich gelangen…eine Mischung aus Glück, Können und Unvermögen verhalf zum Rascheln des eigenen Netzes. Ein kleiner Fehler des ansonsten modern mitspielenden Torhüters Cristiano S., dem auf Grund seiner ansonsten starken Leistung nicht zu viel Beachtung zugestanden werden sollte.

Zwischenzeitlich wurde Ali auf Grund der Vielzahl an verpassten Chancen zur gelben Karte vom Platz genommen und durch Frank “the thunder” Eckert ersetzt, der dem Spiel als Flügelflitzer mehr Geschwindigkeit verleihen sollte. Zugleich feierte er nach langer Abstinenz sein Comeback. Eine Maßnahme die funktionierte, denn auf Grund seiner aerodynamischen Spielweise verlieh er der gegnerischen Abwehr einen solchen Druck, dass eine Ecke erzwungen werden konnte.

Assistmonster Brusher begab sich zur Ecke und legte sich den Ball mit Ventil zur Fahne gerichtet auf ihm gegebenen Rundbogen. Ein kurzer Anlauf und das runde Dinge zischt in den Strafraum der Kombüse, wo alle noch auf den Ball warten, während Toffer “Mila Superstar” Süß seit einer gefühlten Ewigkeit in der Luft steht in Erwartung den Ball mit großer Wucht in das Kopf zu lenken.

Die zahlreichen japanischen Anhänger des FC Störtebeker, die das Spiel per Livestream verfolgten, sind bereits dabei eine Mangaserie ihm zu Ehren zu entwickeln…

Der Ball war selbstverständlich unhaltbar und so konnte die alte Führung wieder hergestellt werden und ein psychologischer Vorteil für die Halbzeitpause erwirkt werden.

Um einen drauf zu setzen und das Herz seiner asiatischen Fans zu beflügeln setzte er noch einen gleichgelagerten Ball an die Latte, welche nach einer Neuauflage von Wembley schrie und nicht zum 3:1 führte, sondern von der Linie wieder heraussprang…

In der 60. Minute dann der Doppelwechsel auf den alle gewartet haben. Der nun wieder alleinige Rekordspieler Mo und der Peter Crouch des FC Störtebeker, the one an only “Atze” kommen für abgemühten Can und die rote Rakete Ecki auf den Platz.

Bei der Farbe können wir auch gleich bleiben, diese wurde dem nachtretenden Kombüsespieler sogleich verliehen. Ein Neider der Fangemeinschaft von Toffer, der sich wohl im nächsten Toffer-Mangaheft wiederfinden will…eine Entscheidung die dazu führte, dass Toffer weiterspielen konnte und er nicht…ein Bärendienst für einen Moment der Berühmtheit.

Die Piraten hatten nun mehr Platz auf dem Spielfeld und die Führung im Rücken. Eine Chance, die sich Marci nicht nehmen ließ, um in der 80. Minute einen Pass auf den sprintstarken Atze zu spielen, der seinen Gegenspieler in der Zeitlupe beließ und ihn im Sprint stehen ließen, um direkt aus 12 Metern in die kurze Ecke abzuschließen.

Das Spiel war nun hektisch, aber auch im Beutesack der Piraten und wurde sicher nach Hause gespielt. Ein Sprung auf Platz 5 der Tabelle erfolgte und nach dem erfolgten Abpfiff wurde der vierte Tabellenplatz als Ziel für den Rest der Spielzeit ausgelobt.

Ein Siegerbier hatte sich nun die gesamte Truppe verdient und genoss dieses auf den Bänken der Badhoven-Street. Nächste Woche folgte das Spiel gegen die Altmeister die seit langem keine LaOla mehr feiern konnten, sich jedoch mit einem 13:1 aus der Winterpause gegen ASC Neuland zurückmeldeten und daher nicht unterschätzt werden sollten.

Ein besonderer Dank noch einmal an die Betreiber des Livetickers ohne die eine Verfolgung des Spieles und dieser Bericht nicht möglich gewesen wären….